|
Mit den Räumen des Dance Line in Wiesbaden konnte
ein Ort gefunden werden, der zwei unterschiedliche Formen menschlicher
Ausdruckskraft miteinander verbindet: den Tanz und die bildende Kunst.
Wie gut sich beides ergänzt, weiß Elke Pittermann sehr genau, denn
ihre Beschäftigung mit dem Tanz reicht mindestens so weit zurück wie die
Verwendung von Pinsel und Farbe. Sowohl der klassische
Ballettunterricht, der bereits im frühen Kindesalter begann als auch
zeitgenössische Ausdrucksformen wie Jazz oder Modern Dance waren für
die Künstlerin immer ein wichtiger Teil ihres Lebens.
Dabei könnte man die Musik quasi als Bindeglied bezeichnen, denn so wie die
Körperbewegungen im Tanz von der Musik getragen werden, so lassen sich
auch die Bewegungen des Pinsels durch die Harmonie der Klänge
inspirieren.
Um dem hohen Anspruch ihrer Transformellen Kunst dabei gerecht zu
werden, verwendet die Malerin hauptsächlich eigens für diesen Zweck
geschaffene Musik-Kompositionen.
Wer sich die Gemälde von Elke Pittermann genauer an"sieht",
kann nachvollziehen, wie viel Bewegung und Ruhe gleichermaßen in ihren
Bildern zum Ausdruck kommen. Kunstwerke, die durch Inspiration entstehen
und selbst wiederum den Betrachter dazu inspirieren, den eigenen inneren
Reichtum zu erfahren.
|
Transformelle Finissage
Glanzvoller Höhepunkt und Abschluss der Ausstellung
"Sehen - Spüren - Wachsen" bildete der Vortragsabend zum
Thema "Lebens-Energien", der am Samstag, dem 18.5.2002 in der
Wiesbadener Galerie im Dance Line stattfand. Unterstützung erhielt die
transformelle Künstlerin dabei durch vier weitere Experten, die von
ihren Erfahrungen im Umgang mit feinstofflichen Phänomenen berichteten.
Dabei traten interessante Erkenntnisse zu Tage, die von den zahlreichen
Besuchern aufmerksam verfolgt wurden.
Den Anfang machte der Lebens-Management-Berater Oliver M. Peters mit
seinem Beitrag über die "Energie des Zeitpunkts". Anhand
persönlicher Erlebnisse konfrontierte der Astrologe und Buddhist die
Anwesenden mit existenziellen Themen wie Geburt und Tod und
verdeutlichte damit, wie sehr wir alle eingebettet sind in den Fluss des
Lebens. Die Wichtigkeit des Loslassens kam dabei ebenso zur Sprache wie
die Notwendigkeit, hinter unsere vordergründigen Bedürfnisse zu
blicken, um eine umfassendere Sichtweise gegenüber dem eigenen
Lebensverlauf zu entwickeln. Fast nebenbei wurde das Prinzip der
Synchronizität - der Austauschbarkeit von Ursache und Wirkung -
erklärt sowie die Grenzen menschlicher Kontrolle in Bezug auf zeitliche
Abläufe aufgezeigt.
Was es bedeuten kann, sich seit vielen Jahren mit einer Technik der
Körperbeherrschung zu beschäftigen, demonstrierte der Aikido-Lehrer
Bernd Hubl auf eindrucksvolle Weise. Mit einer Präsenz der inneren Ruhe
und Zentriertheit nahm er das Thema "Energie des Körpers"
beim Wort und gab den Besuchern die Möglichkeit, in praktischen
Übungen das "Ki" - die universelle Lebenskraft - selbst zu
spüren. Darüber hinaus spannte er einen Bogen von der "Kunst,
nicht zu kämpfen" über Karlfried Graf Dürckheim ("Der
Körper, den ich habe - der Leib, der ich bin.") bis hin zu den
Geschehnissen um das World Trade Center und zeigte in meisterlicher
Bescheidenheit, wie viel Philosophisches doch im Alltäglichen stecken
kann.
Die "Energie des Raumes" behandelte der Vortrag von Thomas
Witzel. Mit Hilfe von Übersichtsgrafiken und humorvollen,
großformatigen Illustrationen, die von Elke Pittermann für diesen
Zweck angefertigt wurden, erläuterte der Lebens- und
Unternehmensberater zunächst die Grundprinzipien des Feng Shui. Schnell
wurde deutlich, dass es sich bei dieser asiatischen
"Raum-Akupunktur" um eine sehr komplexe Wissenschaft handelt.
Umso wichtiger war es, anhand leicht nachvollziehbarer Beispiele den
Energieverlauf des "Chi" anschaulich zu machen. So mancher der
aufmerksam folgenden Zuhörer wird in Zukunft seine Umgebung mit anderen
Augen sehen.
Nach einer kurzen Pause ging es mit dem Thema "Energie der
Heilung" weiter. Die Referentin, die seit Jahren eine Praxis für
Gesundheitsberatung und Selbstheilung leitet, schilderte sachlich und
kompetent den Tätigkeitsbereich der sogenannten
"Energiearbeiter". Hierbei werden Selbstheilungsprozesse ohne
Zuhilfenahme von technischen Hilfsmitteln auf sanfte Weise durch
Energieübertragung unterstützt. Neben Erläuterungen zu den Vorgängen
im menschlichen Körper, die normalerweise während solch eines
Heilungsprozesses ablaufen, vermittelte die Referentin einen Einblick in
den liebevollen Umgang mit Erkrankten - eine Kunst, die in der heutigen
Zeit leider nicht mehr selbstverständlich zu sein scheint.
Die Künstlerin und Gastgeberin des Abends Elke Pittermann, die das
Publikum mit ihren sympathischen Moderationen durch die gesamte
Veranstaltung führte, fand schließlich auch zum letzten Vortragsthema
die richtigen Worte: Vor der eindrucksvollen Kulisse ihrer Gemälde
sprach sie über die vielfältigen Wirkungen von Farben und die
Bedeutung der mannigfachen Formen in der Welt. An Hand zahlreicher
Beispiele machte sie plausibel, wie wichtig angemessene Ausdrucksformen
wie Kleidung, Wohnraum, Dinge des täglichen Lebens usw. für den
Einzelnen sind und erläuterte den Ansatz ihrer transformellen Kunst,
mit der sie Menschen darin unterstützt, die eigene Berufung zu erkennen
und eine Lebensvision zu entwickeln.
Abgerundet wurde die Finissage durch die Möglichkeit, den fünf vorne
versammelten Referenten Fragen zu stellen - wovon die Besucher auch
regen Gebrauch machten. Besonders positiv fiel dabei die Kollegialität
und Verbundenheit untereinander auf. Ein harmonisches Schlussbild einer
rundum gelungenen Veranstaltung.
|